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Geschmackloses Marketing

Schluckbeschwerden – Indyvegan.

Die supercoole und hippe Smoothiefirma true fruits wirbt mit lockeren Werbesprüchen und jeder Menge ›Humor‹. Mit der selbstironischen Bezeichnung »Einhornkotze« wirkte das Unternehmen noch sympathisch, mittlerweile wächst den Entsafter_innen der Erfolg offenbar zu Kopf.

Für eine Limited Edition dachte sich die Kreativabteilung ein Szenario aus, das zeigt, wie modern, offen und progressiv die Firma tatsächlich ist:

Hast du schon mal einer hässlichen Freundin, die aber total lieb ist ein Date besorgt? So fühlen wir uns gerade mit dem white, unserem wohl leckersten Smoothie, der aufgrund seiner blassen und unfruchtigen Optik leider viel zu selten in den Genuss eines knisternden Rendezvous mit Dir kommt. Was blieb uns also anderes übrig, als das Licht auszuknipsen, damit Du dich einzig und alleine auf seine inneren Werte konzentrieren kannst. #schluckimdunkeln

Auf einer anderen Flasche findet sich der geschmacklose Hinweis: »Wurstfinger weg!! …ist eh #ohnemett«. Nachdem sich Konsument_innen kritisch zu diesen sexistischen und lookistischen Abwertungen geäußert hatten, stellte sich die Firmenführung stur und zwar getreu ihrem Motto:

Wir sind stolz darauf ein bisschen anders zu sein und leben das schamlos aus. (sic!)

Bei solchen Debatten, die – wie auch in diesem Fall – vornehmlich in den Sozialen Medien geführt werden, frage ich mich des Öfteren: Woher kommt der Hass auf Menschen mit gesundem Menschenverstand? Und: Weshalb können Medienspezialist_innen keine Fehler zugeben.

In diesem Fall vielleicht deshalb, weil sie tatsächlich nicht anders können:

Wir sind ein kleiner aber feiner Saftladen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. (sic!)

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