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Selfpublisherstudie 2016

Selfpublisherstudie 2016

Der deutsche Buchmarkt ist der größte in Europa. Autor_innen, Buchhändler und diverse Dienstleisterinnen haben dort ihr Glück oder zumindest einen Arbeitsplatz gefunden. Mit E-Books, Printausgaben, Paperbacks und sonstigen Veröffentlichungsformaten kennt sich mittlerweile fast jede_r aus, selbst wenn dem einen oder der anderen die Entwicklung hin zu Digitalisierung und Virtualisierung nicht schmeckt. Alle Zweifler, Nörglerinnen und Miesepeter müssen jetzt sehr tapfer sein, denn es gibt einen neuen Trend:
Autorentypen
Mittlerweile treten die Selfpublisher_innen nicht mehr nur zaghaft, sondern fest entschlossen und mit großem Ausfallschritt auf die Bühne des Buchmarkts. Sie bedienen alle Genres, angefangen beim beliebtesten Genre (seit es Bücher gibt) der Belletristik. Aber auch in Sach- und Fachabteilungen sind ihre Werke zu finden. Die Angsthasen unter euch werden jetzt fragen: Was wollen die denn? Sind die gekommen, um zu bleiben? – Da muss ich euch ganz deutlich antworten: Ja, sie sind gekommen und gehen hier nicht mehr weg.

Hobbyautor_in

Berufsautor_in

 Expertenautor_in

Texte schreiben sie in der Freizeit, maximal als nebenberufliche Tätigkeit. Hauptberuflich sind sie als Autor_in unterwegs. Die Texte entstehen also gezielt. Themen für Texte entstehen aus der beruflichen Praxis, sind Nebenprodukt ihrer Tätigkeit.
6 Stunden Schreiben, 1 Stunden Vermarktung 15 Stunden Schreiben, 4 Stunden Vermarktung 4 Stunden Schreiben, 1 Stunde Vermarktung
4 Veröffentlichungen 9 Veröffentlichungen 4 Veröffentlichungen

Professionell und demokratisch

Autorentypen

Anteil der Autor_innen, die mit Dienstleistern zusammenarbeiten

Und das Schlimme an der Sache ist: Sie werden immer professioneller! Insbesondere die Berufsautor_innen unter ihnen, mit durchschnittlich neun Veröffentlichung, holen sich Dienstleister mit ins Boot, nutzen Lektorinnen oder Grafiker_innen, um ihre Bücher für die Vermarktung vorzubereiten. Allein vier Stunden in der Woche ist dieser Autorentyp mit Marketing und Vertrieb beschäftigt, steht mit seiner Leserschaft zudem meist noch in direktem Kontakt. Dementsprechend hoch ist die Leserbindung – Autor_innen zum Anfassen eben. Social Media spielt bei den Selfpublishern insgesamt eine große Rolle. So reichen sie Entscheidungen teilweise an ihre Kund… ähm …Leser_innen weiter, wenn ein Cover gefunden oder ein Plot gesponnen werden soll.

Digital und analog

Wer jedoch gedacht hat, die Neuen besetzen bloß die E-Book-Sparte, der irrt. Die meisten Selfpublisher_innen (73 Prozent) sind sowohl mit E-Books als auch mit Printausgaben auf dem Markt vertreten. Als Vertriebswege kommen für Sie neben Onlinehandel, stationärem Buchhandel und Eigenvertrieb auch der E-Book-Verleih infrage. Wie die Bücher auch in den stationären Buchhandel kommen? – Ganz einfach, auf persönliche Nachfrage! Ja, Kommunikation kann alles sein und Selfpublisher verstehen davon eine ganze Menge.

Hybride Autor_innen

Bücher im Selbstverlag herauszugeben, ist also kein Schuss in den Ofen. Die Verlage sind schließlich stets an neuen, frischen Geschichten interessiert und öffnen sich für andere Autorengruppen. Kürzlich wurde sogar eine ganz neue Spezies entdeckt: Der Hybrid-Autor erobert die Buchbranche. Er verlegt seine Bücher selbst, lässt sich aber ebenso auf die Zusammenarbeit mit Verlagen ein.

Die trockenen Fakten zur Studie

Seit nunmehr drei Jahren führen Books on Demand die Studie durch. Insgesamt wurden ca. 5.500 Autor_innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Schweden und Finnland befragt. Außerdem beantworteten knapp 400 Leser_innen und 60 Buchhändler_innen die Fragen rund ums Selfpublishing. Die Studie(n) gibt’s zum Download.